Richtlinien

 

Richtlinien zur Verschreibung psychotroper Medikamente an Drogenabhängige


 

    * Bei der Behandlung süchtiger Patienten ist das oberste Ziel die Überwindung der Sucht und ein abstinentes Leben. Der Weg dazu kann über eine Entgiftungsbehandlung im Krankenhaus und eine anschließende Entwöhnungsbehandlung oder über eine Substitutions-Therapie führen.

 

      Eine medikamentengestützte Behandlung drogenabhängiger Patienten ist nur dann angezeigt, wenn eine Entzugs- und Entwöhnungs-Behandlung derzeit nicht möglich ist.

 

    * Eine Substitutions-Behandlung ist nur im Rahmen eines umfassenden Therapie-Konzeptes zu verantworten, das neben der Ärztlichen Betreuung durch einen einzigen, für das gesamte Therapiekonzept verantwortlichen Arzt auch die psycho-sozialen Begleit-Maßnahmen durch geeignete Fachkräfte des Drogenhilfe-Systems mit einschließt.

 

    * Der behandelnde Arzt muss sich durch entsprechende Fort- und Weiterbildungs-Maßnahmen hierfür qualifiziert haben und mit dem Drogenhilfe-System kooperieren.

 

    * Eine Substitutions-Behandlung von opiatabhängigen Patienten erfolgt mit Methadon/L-Polamidon als Mittel der Wahl (nur in besonderen Ausnahmefällen mit Codein/ Dihydrocodein).

 

    * Die ersatzweise oder zusätzliche Verschreibung von Tranquilizern, Sedativa oder anderen psychotropen Medikamenten an drogenabhängige Patienten ist kontraindiziert, da sie nicht zu einer Entwöhnung führt, sondern die Gesundheit der Abhängigen zusätzlich gefährdet.

 

    * Eine "Substitution" mit Benzodiazepinen gibt es nicht!

 

    * Vor jeder einzelnen Substitutions-Behandlung muss der Arzt sich von der Ethik-Kommission, Arbeitsausschuss "S", der Ärztekammer Berlin beraten lassen.

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