Bestimmungen B

 

ABSCHNITT B FACHLICHE VORAUSSETZUNGEN

1. Qualifikation der Ärzte

Ärzte, die Substitutionsbehandlungen durchführen wollen, müssen dies bei der KV Pfalz beantragen. Dort wird zunächst die Vollständigkeit der für die Antragstellung erforderlichen Unterlagen Überprüft. Die formale Prüfung beinhaltet die Feststellung, dass der antragstellende Arzt

  • als Arzt oder Facharzt im Bereich der KV Pfalz zugelassen ist
  • eine Erklärung eingereicht hat, daß er weder alkohol-, tabletten- noch rauschgiftsüchtig ist und daß er deswegen innerhalb der letzten 10 Jahre auch keine Entziehungskur unternehmen mußte.
  • an einer 2-tägigen Basisschulung zur Substitutionsbehandlung i.v.-Heroinabhängiger (z.B. Akademie für ärztliche Fortbildung, Mainz) teilgenommen hat.

2. Genehmigung zur Durchführung der Substitutionsbehandlung

Die Geschäftsstelle für die Methadon-Substitution leitet den Antrag an die Methadon-Kommission bei der KV Pfalz (2.7 Anlage 1 zu den NUB-Richtlinien) weiter. Diese entscheidet anhand der Unterlagen, ohne an Anweisungen oder Empfehlungen durch die KV gebunden zu sein, inhaltlich, ob der Antragsteller das für den Umgang mit Methadon erforderliche pharmakologische Wissen und über spezifische Kenntnisse der Drogensucht verfügt.

  • Sie legt hierzu fest, bei welchen Facharztgruppen die Befähigungen zu unterstellen sind und entscheidet anhand der eingereichten Referenzen.
  • Des weiteren beachtet sie, daß die Genehmigung zur Durchführung von Substitutionsbehandlungen nicht erteilt werden darf, wenn Anzeichen vorliegen, daß der Arzt der Gefahr erliegen wird, selbst süchtig zu werden, oder daß seine Stellung als substituierender Arzt einer latent bestehenden Suchtgefahr Vorschub leistet oder sich auf Kosten der Patienten unter Ausnutzung deren Zwangslage bereichern wird.

Die Methadon-Kommission erstellt  über ihre Entscheidung eine schriftliche Empfehlung an den Vorstand der KV Pfalz. Dieser entscheidet. Weicht dessen Beschluss von der in der Empfehlung genannten Entscheidung ab, so soll er dies in einer mit Gründen versehenen Stellungnahme der Beratungskommission mitteilen.

Stellt sich heraus, daß der zur Substitutionsbehandlung zugelassene Arzt aus den vorstehend genannten fachlichen sowie aus persönlichen Gründen für die Behandlung Suchtkranker ungeeignet ist, so wird ihm die weitere Behandlungsgenehmigung von der KV Pfalz, nach vorheriger Empfehlung durch die Methadon-Kommission ggf., mit sofortiger Wirkung entzogen. Die zuständige Bezirksregierung in Neustadt wird hiervon noch vor einem möglichen Widerspruch in Kenntnis gesetzt. Im Falle des Widerspruchs entscheidet der Vorstand der KV Pfalz, bei Gefahr im Verzug, der/die Vorsitzende.

Sofern der Arzt die Mitarbeit qualifizierter nichtärztlicher Fachkräfte in dem dafür notwendigen Umfang gewährleistet (z.B. Sozialarbeiter, Pädagogen oder Psychologen mit Erfahrungen in der Drogenarbeit), kann die Kassenärztliche Vereinigung nach Beratung durch die Substitutionskommission die Substitutionsbehandlung von bis zu dreißig i.v.-Heroinabhängiger Kranken gleichzeitig durch einen Arzt zulassen. Soweit die Substitutionsbehandlung durch andere Ärzte nicht sichergestellt werden kann, kann die Kassenärztliche Vereinigung nach Beratung durch die Substitutionskommission für eine zu befristende Zeit diese Zahl auf fünfzig erhöhen.

3. Teilnahme am Qualitätszirkel substituierender Ärzte

Mit dem Erhalt der Genehmigung soll der Arzt, regelmäßig am Qualitätszirkel der substituierenden Ärzte teilnehmen

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